| Folkbewegung,
Ethnowelle, Klezmerboom? Was soll’s?
Berlins älteste und vielsaitigste Folkband bringt ihre
Musik nicht nur mit flinken Fingern, sondern auch mit Leib
und Seele unter die Leute - und nicht erst seit gestern. Wenn
man über 40 Jahre in Konzertsälen, Musiklokalen,
auf Stadtteilfesten und Feierlichkeiten von Deutschen, Russen,
Türken, Serben, Kroaten, Bosniern, Roma, Juden und anderen
Berlinern musiziert, nicht zuletzt auch mit internationalen
Musikern arbeitet, dann sammelt sich ein riesiges Repertoire
an.
Jüdische Hochzeitsmusik und jiddische Lieder, Zigeunermusik
oder Tangos aus dem alten Russland verschmelzen mit einem
guten Schuss Balkanrhythmen und werden so überzeugend
zusammengeführt, dass man sich in einer östlichen
Dorfkneipe wähnt.
Auch hat man es vermutlich mit den weltweit einzigen Interpreten
zu tun, von denen Klezmer in gelungener Weise auf Balalaikas
umgesetzt wird, - um nur eine der Besonderheiten des Kasbek-Ensembles
zu nennen. Die Musik Osteuropas wird von dem Arzt, dem Pfarrer,
dem Architekten und dem Journalisten aus reiner Leidenschaft
praktiziert - das allerdings mit hochprofessionellem Anspruch. |